Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

„Sie war dort und sie hat es mir erzählt” - Eine Reihe biographischer Dokumentarfilme über Zeitzeuginnen und Zeitzeugen


„Zeitzeugen und Pädagogik“ ist eine Serie von Zeitzeugenfilmen, in welcher Überlebende die Geschichte ihres Lebens erzählen. Die Filme wurden jeweils vor Ort an den Originalschauplätzen der Geschichte gedreht. Die Überlebenden werden auf ihrer Reise von pädagogisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Internationalen Schule für Holocaust-Studien begleitet. Die Ausrichtung der Fragen sind daher pädagogischer Natur, entlang umfassender historischer Geschehnisse, die im Zusammenhang mit der Geschichte der Überlebende stehen. Die Filmserie, die in 7 Sprachen verfügbar ist, hat sich als besonders erfolgreich bewährt, und wurde bisher von mehreren tausenden Pädagoginnen und Pädagogen, und Studierenden aus aller Welt angeschaut.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Internationalen Schule für Holocaust Studien und dem Multimedia Center der Hebräischen Universität Jerusalem mit großzügiger Unterstützung der Claims Conference und der Adelson Family Foundation.

„Dir in Liebe gedenken“ - Die Geschichte des Owadjah Baruch

„Dir in Liebe gedenken“ - Die Geschichte des Owadjah Baruch

Im März 1943 wurde der zwanzigjährige Owadjah Baruch gemeinsam mit seiner Familie von Griechenland nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Unmittelbar bei der Ankunft wurde seine gesamte Familie in die Gaskammer geschickt. Owadjah kämpfte um sein Überleben, bis er im Mai 1945 im Konzentrationslager Mauthausen befreit wurde. In Auschwitz traf Owadjah Alisa Zarfati, eine junge jüdische Frau aus seiner Heimatstadt. Trotz der unmenschlichen Bedingungen entspann sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden. Der Film beschreibt ihre ungewöhnliche, berührende Liebes- und Überlebensgeschichte in Auschwitz, ihre unglaubliche Begegnung nach dem Holocaust und das Leben in Israel, das sie sich gemeinsam aufbauten.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2008, 47 minutes, DVD (unrestricted region)

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"Es gab niemanden, zu dem ich beten konnte" - Die Geschichte von Abraham Aviel

"Es gab niemanden, zu dem ich beten konnte" - Die Geschichte von Abraham Aviel

Abraham Aviel (Liponsky) wurde im Jahre 1929 in Dowgalishok, einem Dorf im damaligen Polen (heute Weißrussland) geboren. Am 10. Mai 1942 wurde Abraham mitsamt seiner Familie verschleppt. In von ihnen selbst ausgehobenen Gräbern auf dem jüdischen Friedhof von Radun sollten sie ermordet werden. Seine Mutter und einer seiner Brüder wurden getötet. Zusammen mit seinem Bruder Pinchas gelang es Abraham hingegen, in die Wälder zu fliehen. Später wurde sein Bruder jedoch vor seinen Augen ermordet. Im Frühjahr 1943 schloss er sich einer Partisaneneinheit an. Nach der Befreiung ging Abraham im Rahmen der damaligen illegalen Immigration nach Palästina. Im Anschluss an seine Internierung auf Zypern erreichte er das britische Mandatsgebiet Palästina im Jahre 1946. Zwei Jahre später trat er der israelischen Kampfeinheit Palmach bei. 1961 trat er als Zeuge im Prozess gegen den früheren SS-Offizier Adolf Eichmann auf und beschrieb die Ermordung der Jüdinnen und Juden von Radun und Umgebung beispielhaft für das tragische Schicksal der Jüdinnen und Juden in Weißrussland. Abraham Aviel ist mit Ayala verheiratet. Das Paar hat drei Kinder und Enkelkinder.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2010, 57 minutes, DVD (unrestricted region)

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„Für dich wird sich der Himmel öffnen“ - Die Geschichte der Malka Rosental

„Für dich wird sich der Himmel öffnen“ - Die Geschichte der Malka Rosental

Malka Rosental wurde 1934 als Marischa Dulberg in Stanislawow/Polen geboren. Sie war die älteste Tochter einer wohlhabenden und gebildeten Familie. Im Zuge der deutschen Besatzung verlor Malka ihren kleinen Bruder und ihre Mutter. Malka wurde von einer polnischen Familie anderthalb Jahre lang in einem Fass unterhalb der Erde versteckt. Ihr Vater schloss sich den Partisanen an. Nach der Befreiung gehörte Malka zu den Überlebenden an Bord des Schiffes „Exodus“. Schließlich wanderte sie 1948 in Israel ein. 1957 lernte Malka Dov Rosental kennen. Sie heirateten und bekamen zwei Töchter. Viele Jahre diente Malka in der israelischen Armee und arbeitete später als Lehrerin. Ihre ergreifende Lebensgeschichte wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und in Kinderbüchern und Theaterstücken verarbeitet.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2009, 54 minutes, DVD (unrestricted region)

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„Mein Lodz existiert nicht mehr“ - Die Geschichte von Josef Neuhaus

„Mein Lodz existiert nicht mehr“ - Die Geschichte von Josef Neuhaus

Josef Neuhaus wurde 1924 in der Stadt Lodz/Polen geboren. Er war der älteste Sohn Tuvia und Zvi Herschs, einer gebildeten und wohlhabenden Familie. Im Mai 1940 wurde er zusammen mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Sofia in das Ghetto Lodz vertrieben. Mit der Liquidierung des Ghettos wurde die Familie Neuhaus in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Von dort wurde Josef zuerst in das Konzentrationslager Braunschweig gebracht und danach in andere Lager deportiert. Mit Ende des Krieges war er, als einziger Überlebender seiner Familie, auf sich allein gestellt. Josef wanderte 1946 nach Israel aus, wo er als Soldat im Unabhängigkeitskrieg kämpfte. In Israel lernte er Janina (geb. Goldberg) kennen, die er 1950 heiratete. Ihnen wurden zwei Söhne geboren, Jonathan und Ilan, sowie ein Enkel- und Urenkelkind. Josef diente viele Jahre in der israelischen Armee und übernahm später eine leitende Position im Gesundheitswesen. Dieser Film legt Zeugnis ab über die wichtigsten Abschnitte und Wendepunkte in Josefs Leben.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2009, 41 minutes, DVD (unrestricted region)

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“Von Generation zu Genration“ - Die Geschichte von Israel Aviram

„Von Generation zu Generation“ - Die Geschichte von Israel Aviram

Israel Aviram (Kalisky) wurde im Jahre 1926 in der polnischen Stadt Lodz geboren. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, war er dreizehn Jahre alt. 1940 wurde Israel mit seiner Familie in das Ghetto Lodz deportiert, wo er einer zionistischen Jugendgruppe beitrat. 1944 wurde er in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde Israels Mutter ermordet und seine Schwester in ein Arbeitslager geschickt. Mit seinem Vater wurde er in das Konzentrations- und Arbeitslager Jaworzno transportiert, wo sie Zwangsarbeit beim Kohleabbau verrichten mussten. Im Januar 1945 wurden beide aus dem Konzentrationslager Blechhammer befreit. Nach der Zusammenführung mit Israels Schwester Henia und zweimonatigem Umherirren in Europa erreichten die drei als Teil der Bonei Hanegev Gruppe den Hafen von La Spezia in Italien. Mit dem illegalen Einwanderungsschiff Dov Hoz gelangten sie nach Israel. Sie waren Mitbegründer des Ramot Menashe Kibbutz. Israel hat drei Kinder und neun Enkelkinder.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2010, 57 minutes, DVD (unrestricted region)

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“Sie war dort und sie hat es mir erzählt“ - Die Geschichte von Hanna Bar Yescha

„Sie war dort und sie hat es mir erzählt“ - Die Geschichte von Hanna Bar Yescha

Im Sommer 1944 wurde die zwölfjährige Hanna Bar Yesha gemeinsam mit ihrer gesamten Familie von Ungarn nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei der Selektion wurde nahezu die ganze Familie in die Gaskammer geschickt. Hanna wurde mit ihrer Mutter und ihren Tanten in Birkenau gefangen gehalten. Dieser berührende Film beschreibt Hannas Lebensgeschichte – von ihrer Jugend in Ungvár bis zu ihrer Einwanderung in Israel.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2008, 47 minutes, DVD (unrestricted region)

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„Woher wird meine Hilfe kommen?“ - Die Geschichte zweier Schwestern: Fanny Rozelaar und Betty Meir

„Woher wird meine Hilfe kommen?“ - Die Geschichte zweier Schwestern: Fanny Rozelaar und Betty Meir

Der Film schildert die Geschichte des mitteleuropäischen Judentums in der Zeit des Holocaust, wie sie von zwei Schwestern erfahren wurde: Fanny Rozelaar und Betty Meir (geborene Ichenhäuser), geboren in Frankfurt am Main, Deutschland. Infolge der Machtübernahme der Nazis im Jahr 1933 und der zunehmenden antijüdischen Maßnahmen in Nazi-Deutschland wurde die 1919 geborene Fanny von ihrer Schule verwiesen. Ihre Familie verließ Deutschland und ließ sich in Amsterdam, Niederlande, nieder. Fanny heiratete Marc Rozelaar wenige Tage nach der deutschen Besetzung der Niederlande. 1942 brachte sie ihren Sohn Uri zur Welt, der in einem Versteck untergebracht wurde, während sie und ihr Mann sich nördlich von Amsterdam versteckten. Die Eltern sahen ihr Kind erst nach Kriegsende wieder. Fanny bekam später zwei weitere Kinder, und 1952 wanderte die Familie nach Israel aus, wo Fanny viele Jahre als Reiseleiterin arbeitete. Die 1923 geborene Betty, die in Amsterdam eine Ausbildung als Krankenschwester begonnen hatte, blieb zurück, um sich um die Mutter zu kümmern, die sich nicht an das Leben in einem Versteck gewöhnen konnte. Die beiden wurden nach Westerbork und später nach Bergen-Belsen deportiert, wo Betty als Krankenschwester arbeitete und so ihre Mutter retten konnte. Gegen Ende des Krieges wurden die beiden im Rahmen eines Gefangenenaustausches freigelassen und in die Schweiz geschickt. Bei Kriegsende erreichten die beiden Marseille und gelangten von dort nach Algerien. 1945 wanderte Betty nach Israel aus, schloss ihre Ausbildung ab und wurde lizenzierte Krankenschwester, heiratete und bekam eine Tochter.
Mit großzügiger Unterstützung der Adelson Family Foundation.
Israel 2010, 60 minutes, DVD (unrestricted region)

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